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von Katharina Adler (geb. 1980 in München. Iglhaut ist ihr zweiter Roman) 
Im Hinterhof eines Miethauses betreibt Iglhaut eine Schreinerwerkstatt. 
Die Aufträge sprudeln keineswegs, jede Arbeit wird jedoch sorgsam nummeriert und von Iglhaut der Fachfrau, mit Bedacht und Können ausgeführt. 
Familie und die diversen Mieter:innen im ringhörigen Haus liefern Geschichten, die ebenso wie das Holz von Iglhaut betrachtet und wenn nötig eben auch bearbeitet werden. 
Ungeschönt wird erzählt, aber doch sehr feinfühlig von den diversen Protagonist:innen verkörpert. 
Katharina Adler: «Die funkelnden Dinge des Alltags nicht zu übersehen, das war mir wichtig, weil sie es wert sind, erzählt zu werden.»


von Jaroslav Rudis (geb.1972 in der Tschesoslowakei. Schriftsteller und Dramatiker) 
Eine Ode an die Schönheit des langsamen Reisens. Leidenschaftlich berichtet der Autor von seinen Fenstersitzplatzfilmen. Zwischen Felsen und Bäumen erblickt er zum ersten Mal die Adria, fährt mit der Schmalspurbahn durch die weiten Wälder im Harz. Er sammelt jedoch nicht nur Bilder sondern auch Geschichten: im Speisewagen, im Schlafwagen, in den Bahnhofskneipen und den Cafébars. Er verrät uns weshalb der Eisenbahngott eine Eisenbahngöttin sein muss.
Mit seinen Erzählungen verführt uns der Autor zum achtsamen Zugfahren. Wir werden so unseren alten Destinationen in ganz Europa mit neuem Blick entgegen reisen.